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Allgemein | 16.06.2009
Aus für die CHL - die Spieler bedauern den Entscheid

Mathias Seger: Das Turnier war grossartig!
 
Die Champions Hockey League kann in der kommenden Saison den Spielbetrieb nicht aufnehmen. Nach nur einer Austragung ist die Champions Hockey League (vorerst) zu einer Pause gezwungen,  die möglicherweise das Ende des Wettbewerbs bedeutet. Swiss-icehockey.ch hat nachgefragt, Die Nationalspieler Genoni, Plüss und Seger äussern sich enttäuscht zur Hiobsbotschaft.
 
Die Schweizer Clubs, namentlich des HC Davos und des SC Bern, welche im kommenden Winter als Meister, respektive Qualifikationssieger, an der Champions Hockey League teilgenommen hätten, sind enttäuscht über diese Nachricht. Überraschend kam sie aber für niemanden.
 
Nationalmannschaftsstürmer Martin Plüss auf Anfrage von swiss-icehockey.ch: „Es gibt zwei, drei Gründe, weswegen ich diesen Entscheid bedaure. Einerseits wollten wir vom SC Bern unseren missratenen Auftritt in der CHL von vergangenem Jahr korrigieren. Das wären wir unseren Fans und uns selbst schuldig gewesen. Dazu kommt, dass die CHL Spiele wirklich grossen Spass gemacht haben. Jeder Match war eine grosse Challenge. Sich mit den Top-Teams aus den europäischen Ligen zu messen ist eine Erfahrung, die jedem Spieler hilft, sich zu entwickeln. Und nicht zuletzt hatte ich den Eindruck, dass dieses Turnier sehr gut organisiert und aufgezogen wurde.“


Meister-Goalie Leonardo Genoni kann die Gründe für diesen Entscheid gut verstehen und sagt: „Die Zeichen standen ja schon eine Weile schlecht für eine weitere Austragung der Champions Hockey League. Dass sich auch unser Sport der Wirtschaftskrise beugen muss, überrascht nicht. Trotzdem hätten wir mit dem HC Davos sehr gerne teilgenommen. Die ZSC Lions haben ja gezeigt, was man erreichen kann und mit ihrem Sieg hier in der Schweiz das Interesse an diesem Wettbewerb sicherlich geweckt, davon hätten wir wohl profitieren können.“


Es ist durchaus möglich, dass die ZSC Lions als einziges Team auf dem CHL-Pokal verewigt bleiben, sollte die CHL auch nach der einjährigen Pause nicht mehr durchgeführt werden können. Mathias Seger würde das sehr bedauern. „Es wäre schon recht komisch, wenn wir das einzige Team bleiben würden, dass die CHL gewonnen hat“, gibt Seger ehrlich zu und findet: „Das Turnier war grossartig, für die ZSC Lions eine riesen Erfolgsgeschichte. Ich fände es sehr schade, wenn sich keine Lösung finden würde, um die CHL in einem Jahr wieder zu lancieren!“
Man kann nur hoffen, dass der Spielbetrieb in einem Jahr wieder aufgenommen wird – bis dahin bleiben die Erinnerungen an die magischen CHL-Abende der ZSC Lions!

"Blueliner" Mathias Seger